Die drei von der Teufelsmühle

Geiselbach/Freigericht. Die Teufelsmühle im Geiselbacher Teufelsgrund ist seit jeher ein beliebtes Ziel für Wanderer, denn obwohl es sich um keine Gaststätte handelt, bietet sie Platz für eine gemütliche Rast.

Main Echo Dezember 2018

Wenn am 1. Januar 2019 die neuen Pächter Jürgen Schmitt, Jochen Praus und Björn Haefner aus dem benachbarten hessischen Freigericht Einzug halten, wird sich daran nicht viel ändern: „Für uns wird die Teufelsmühle künftig das Einkehrziel unserer eigenen, regelmäßigen Wandertouren sein“, sagt Praus im Gespräch mit unserem Medienhaus. Zugleich räumt er ein: „Wenn wir aber da sind und es kommen Wanderer vorbei, werden wir sie herzlich empfangen.“

Die drei neuen Pächter lösen Ludwig Thalheimer aus Mömbris ab, der sich zusammen mit seiner Frau Hannelore und ein paar Mitstreitern seit 1992 um den Erhalt der Teufelsmühle gekümmert hat. Er hat sie nur zeitweilig geöffnet, etwa am 1. Mai und am Vatertag sowie nach Absprache für Schulklassen. Mit einem herzlichen Dankeschön wurde das Ehepaar bereits im Sommer bei einer Familienfeier der Erbengemeinschaft, der die Teufelsmühle gehört, verabschiedet. Die offizielle Übergabe folgt nun im Januar.

Zuerst wollen die drei „Neuen“ den Gastraum und die Küche auffrischen. Dafür soll das alte Mobiliar gegen eine neue Einrichtung ausgetauscht werden. „Wir werden den rustikalen Charakter aber auf jeden Fall erhalten“, sagt Schmitt. Prüfen wollen sie dabei auch, ob man die Trennwand zwischen den beiden kleinen Räumen entfernen könnte, um daraus einen großen Gastraum zu machen. Danach ist die Toilette an der Reihe. Geplant sei eine Bio-Toilette, denn die Eigentümer wollen das alte Gebäude im Einklang mit der Natur in die Zukunft bringen.

Auch für die neuen Pächter steht der Erhalt des Gebäudes an erster Stelle: „Wir wollen unsere Freizeit dort gemeinsam verbringen“, so Schmitt weiter. Auf die Frage, wie sie als neue Pächter ins Gespräch kamen, erklärt er spontan: „Wie die Jungfrau zum Kind.“ Er sei häufig mit dem Mountainbike im Teufelsgrund unterwegs und die idyllische Gegend habe ihn immer fasziniert. Praus ergänzt, dass er die Teufelsmühle als Kind mit seinem Vater bei Jagdausflügen kennengelernt habe.

Im September 2017 seien die drei dort gemeinsam gewandert. An jenem Tag seien jedoch die Eigentümer – sie verbringen jedes Jahr einige Ferienwochen an der Teufelsmühle – da gewesen und bei einer Unterhaltung habe sich herausgestellt, dass sie einen neuen Pächter suchen. Noch auf dem Rückweg hätten die drei Freigerichter sich überlegt: „Wir könnten das machen.“ Sie blieben in Kontakt mit den Eigentümern – bis sie zur Familienfeier im Sommer eingeladen wurden: „Das war wie eine Art Vorstellungsgespräch“, erinnert sich Praus. Sie haben bestanden; kurz danach erhielten sie den Zuschlag.

Die Geschichte der Teufelsmühle beginnt im 18. Jahrhundert. Auf den Grundmauern der heutigen Teufelsmühle stand früher die mittlere von insgesamt drei Mühlen, die im Jahr 1782 erstmals genannt wurden. Diese mittlere Mühle wurde 1892 abgerissen. Bekannt ist, dass der Omersbacher Schreiner Kilian Hofmann das kleine Gebäude 1909 als Jagdhütte für einen Frankfurter errichtet hat. Nach neuesten Recherchen der Erben konnte dieser Auftraggeber aber nicht zahlen, so dass Hofmann die Hütte in einem Gerichtsverfahren als Lohn zugesprochen wurde.

1920 hat Kilian Hofmann die Teufelsmühle mit Sohn Alfred um ein Stockwerk erweitert und ihr so das heutige Aussehen gegeben. Von 1949 bis 1956 führten Alfred und seine Frau Anna die Teufelsmühle als Gaststätte und lebten hier mit den fünf Kindern (die heutige Erbengemeinschaft und deren Nachkommen). Danach wurde sie verpachtet. Unter anderem an Karl Fischer, der im Juli 1960 von einem 25-jährigen, geistig verwirrten Mann aus Somborn erstochen wurde.

 

Weitere Infos über die neuen Pächter der Teufelsmühle

Jürgen Schmitt (50, verheiratet, ein Kind) wurde in Freiburg geboren, lebt aber seit über zwei Jahrzehnten in Horbach. Mit seiner Frau Heidi Schwarzkopf-Schmitt führt er das Blumenhaus Schwarzkopf, da er seinen gelernten Beruf als Zahnarzt wegen eines Unfalls nicht mehr ausüben kann. Er ist Mitglied des Energiestammtischs Freigericht und der CSU, für die er zwei Legislaturperioden als Gemeindevertreter fungiert hat.

Jochen Praus (50, verheiratet, zwei Kinder) wohnt in Altenmittlau. Der gelernte Metzger arbeitet in einem chemischen Industriebetrieb in Hanau und ist Mitglied bei den Motorradfreunden Geiselbach.

Björn Haefner (verheiratet, zwei Kinder) ist mit 37 Jahren der jüngste im Bunde. Er wohnt ebenfalls in Horbach und arbeitet als Fleischer in einem Schlachthof der Region. Mitglied ist er in der Vogelschutzgruppe Horbach und im Kreisjagdverein Gelnhausen.

Pünktlich zur Übernahme im kommenden Januar haben sie auf Facebook eine Seite eingerichtet und es gibt das „Hüttentelefon“ 0151/17575284.

The legend of the Devil’s Mill

Ein tolles Video auf englisch über die Geschichte des Teufelgrunds.

(*Kleine Richtigstellung seitens der Eigentümer: Beim ermordeten Gastwirt handelte es sich um unseren Pächter Karl Fischer; nicht um unseren Vorfahren Alfred Hofmann. Dieser hatte als Kriegsheimkehrer die Teufelsmühle in eine Gaststätte gewandelt, um seine 7-köpfige Familie zu ernähren. Die Teufelsmühle verpachtete er in den 50er Jahren, als er als Meteorologe wieder eine Anstellung beim Deutschen Wetterdienst fand.)

Teufelsmüller Thalheimer geht in den Ruhestand

Der langjährige Pächter der Teufelsmühle, Ludwig Thalheimer aus Mömbris, gemeinsam mit seiner Frau Hannelore.

Mit einer feierlichen Laudatio wurde der langjährige Pächter der Teufelsmühle, Ludwig Thalheimer, gemeinsam mit seiner Frau Hannelore nach 26 Jahren in den Ruhestand verabschiedet.

Die Eigentümergemeinschaft ist den beiden für ihr hohes Engagement zum Erhalt der Teufelsmühle sehr verbunden. Dank ihnen wurde die Teufelsmühle nicht nur in Schuss gehalten, sondern ganz im Sinne der Erbauer Kilian und Alfred Hofmann auch wieder für Ausflugsgäste und Schulklassen geöffnet. Besonders hervorzuheben sind hierbei die legendären Feste zum 1. Mai und zum Vatertag – die ganz in der Tradition unserer Vorfahren wieder eine Vielzahl von Gästen in den Teufelsgrund gelockt haben.

Bis Jahresende haben Gäste noch das Vergnügen, bei den Thalheimers in der Teufelsmühle vorbeizuschauen. Zum 1.1.2019 wird der Stab offiziell an den neuen Pächter übergeben.

Familientreffen in der Teufelsmühle

In Geiselbach-Omersbach trafen sich die „Teufelsmüller“ zum runden Zwillingsgeburtstag

Die „Teufelsmüller“ feiern den 70. Geburtstag der Zwillingsschwestern Ottilie Arndt und Lydia Ostermeier.

Geiselbach-Omersbach. Jeder kann sich vorstellen, wie groß die Freude ist, wenn sich 70 Familienmitglieder, die ansonsten „in alle Winde zerstreut“ leben, treffen. Wenn dann noch der 70. Geburtstag von Zwillingsschwestern der Anlass ist, rücken viele Erinnerungen an frühere Zeiten in den Vordergrund. Bei den Zwillingsschwestern Ottilie Arndt und Lydia Ostermeier sind es ganz besondere Erinnerungen, denn die beiden gehören zu den „Teufelsmüllern“, wie die Eigentümer der Teufelsmühle im idyllischen Teufelsgrund des Geiselbacher Ortsteils Omersbach genannt werden.

Für die Schwestern, von denen eine in München und eine Nürnberg lebt, ist es wie eine Heimkehr, denn schon als Kinder haben sie im Teufelsgrund nicht nur Abenteuer erlebt, sondern richtig mit ihren Eltern Alfred und Anna Hofmann, den Brüdern Theo und Oskar sowie der bereits verstorbenen Schwester Wilfriede gelebt. Bei der Geburtstagsfeier erinnern sie sich, dass die Eltern die Teufelsmühle von 1949 bis 1956 als Gasthaus geführt haben. Vor allem der Vater sei „mit Leib und Seele Wirt und Teufelsmüller“ gewesen. Ein Erlebnis, das zur wild-romantischen Umgebung passt wie kein anderes, ist ihnen in besonderer Erinnerung geblieben. Demnach lebte im nahen Wald mehrere Jahre lang eine Wildkatze. Als sie einmal Junge hatte, kam zeitgleich ein Hochwasser. „Sie hat alle ihre Junge in der Teufelsmühle in Sicherheit gebracht“, so Ottilie Arndt.

Main Echo vom 30.8.2018 (Text: Marion Stahl)

Auf den Grundmauern der heutigen Teufelsmühle stand früher die mittlere von insgesamt drei Mühlen, die im Jahr 1782 erstmals genannt wurden. Diese mittlere Mühle wurde 1892 abgerissen. Katrin Ostermeier, die Tochter der Zwillingsschwester Lydia, sammelt alle Infos zur Familiengeschichte. Sie hat inzwischen erfahren, dass ihr Urgroßvater Kilian das kleine Gebäude 1909 als Jagdhütte für Jemanden aus Frankfurt errichtet habe. Der Auftraggeber habe ihn aber nicht bezahlen können, so dass ihm die Hütte in einem Gerichtsverfahren als Lohn zugesprochen worden sei.

Zusammen mit dem damals 16-jährigen Sohn Alfred hat Kilian um 1920 das Gebäude um ein Stockwerk erweitert und ihm das heutige Aussehen gegeben. Dass Alfred die Teufelsmühle 1956 wieder verlassen habe, sei seinem Beruf als Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst zunächst in Nürnberg und später in Weißenburg geschuldet. Alfred und Anna seien 1986 sehr romantisch gestorben: „Sie sind in der selben Nacht einfach eingeschlafen“, wie Katrin Ostermeier weiter erzählt.

Die fünf Kinder von Alfred und Anna, darunter die Zwillingsschwestern, bildeten nach dem Tod der Eltern eine Erbengemeinschaft. Als das Dach repariert werden musste, lernten sie den Dachdeckermeister Ludwig Thalheimer aus Mömbris kennen. Er blieb als Pächter von 1992 bis heute in der Teufelsmühle, die er nicht nur all die Jahre zusammen mit seiner Frau Hannelore in „Schuss hielt“, sondern auch für Ausflugsgäste und Schulklassen öffnete. Als er bei der Familienfeier von den Zwillingsschwestern in den Ruhestand verabschiedet wurde, hoben sie vor allem die „legendären“ Feste am 1. Mai und am Vatertag hervor.

Es wird aber nicht nur einen neuen Pächter geben. Auch an verantwortlicher Stelle der Erbengemeinschaft ist die nächste Generation am Ruder. Das sind Katrin Ostermeier (38), studierte Politikwissenschaftlerin und selbstständiger Business Coach, und ihr gleichaltriger Cousin Jan Vobis, der als promovierter Maschinenbauer bei einem großen Autohersteller in München arbeitet. Katrin bekam den Anteil von ihrem Onkel Theo geschenkt, ihr Cousin hat den Anteil von seiner Mutter Wilfriede geerbt.

Unter dem Motto „Teufelsmühle 4.0“, wie die Zwillingsschwestern diesen Schritt nennen, wollen sie das Gebäude im Einklang mit der Natur in die Zukunft bringen. Unterstützt von Katrins Bruder Martin (34), der bei den Vereinten Nationen arbeitet, haben sie mit einem neuen Dach, einer Solaranlage für den Strom und einer speziellen Technik, mit der das Wasser aus der Zisterne geholt wird, den Grundstock dafür gelegt. Noch in der Testphase befindet sich das ökologische Klo.

Katrin Ostermeier weiß, wovon sie redet, denn mit Bruder und Cousin verbrachte sie in der Kindheit mehrere Sommerwochen in der Teufelsmühle. „Das war genial. Badehose und Gummistiefel an und los ging es durch Wiesen und Wälder.“ Sie haben Mühlräder im Bach gebaut und Pilze gesammelt, während die Mütter bei einer „riesigen Kanne Kaffee“ und einem Blech Zwetschgenkuchen auf der Terrasse saßen.

Die drei kommen immer noch regelmäßig in die Teufelsmühle. Zum Entspannen, um handwerklich zu arbeiten oder um beispielsweise eine Doktorarbeit zu schreiben. Beim Werkeln haben sie reichlich Hilfe, denn mit ihrer Liebe zur Teufelsmühle haben sie zahlreiche Freunde angesteckt. Wanderer staunen in diesen Wochen nicht schlecht, denn dann treffen sie auf Menschen aus aller Herren Länder, von Australien über England bis Guatemala. Schlafplätze gibt es tatsächlich vor Ort; in zwei kleinen Räumen im Obergeschoss für mindestens sechs Personen oder, wenn alle Stricke reißen, in Zelten auf der großen Lichtung vor dem Gebäude.

Verewigt ist die Teufelsmühle längst: im Buch „Des Teufels Mühle“. Den Krimi haben die Zwillingsschwestern im Jahr 2009, zum 100-jährigen Jubiläum der Teufelsmühle, herausgegeben. Die ehemaligen Lehrerinnen haben übrigens noch mehr Bücher zusammen geschrieben. Darunter der Krimi „Eibengift“, der im mystischen Eibenwald von Paterzell spielt.

Den Namen Teufelsmühle führen viele auf die Sage vom Hahnenschrei zurück. Demnach lebte in einer der drei Mühlen ein Müller, der eine Wassermauer setzte. Kaum war sie fertig, hatte die Mauer einen langen Riss. Als der Müller rief „Soll dich doch der Teufel holen“, erschien dieser tatsächlich. Der Teufel bot dem Müller an, den Riss zu schließen – mit der Seele des Müllers als Lohn. Da er seine Seele behalten durfte, wenn der Teufel es nicht schaffen sollte, den Riss vor dem ersten Hahnenschrei zu schließen, griff des Müllers Frau zu einer List: rechtzeitig ahmte sie einen Hahnenschrei nach und rettete so die Seele des „Teufelsmüllers“, wie die Bewirtschafter seither genannt werden.

Neues Dach auf der Teufelsmühle

Main Echo – Juni 2018 (Text: Marion Stahl)

Geiselbach-Omersbach. Die Teufelsmühle in Omersbach steht inmitten des idyllischen Teufelsgrunds, durch den der Omersbach, Namensgeber für den Geiselbacher Ortsteil, fließt. Mit neuer Photovoltaikanlage auf dem ebenfalls neuen Dach verfügt sie inzwischen sogar über eine eigene Stromversorgung.

Denn was kaum einer weiß: Die Erbengemeinschaft, der das Anwesen gehört, kümmert sich rührig um den Erhalt des Gebäudes. „In den vergangenen fünf Jahren haben wir rund 25 000 Euro investiert“, erzählt Katrin Ostermeier, die Urenkelin des Erbauers Kilian Hofmann (siehe Kasten), im Telefonat mit unserem Medienhaus. Die Familienmitglieder verbringen hier jedes Jahr einige Wochen. Teilweise mit Freunden, von denen jeder auch mal Hand anlegt, wenn es was zu reparieren gibt. „Hier sind sogar schon Doktorarbeiten entstanden.“

Die in München lebende 38-Jährige ist die Tochter von Lydia Ostermeier, die mit ihrer Schwester Ottilie Arndt das Buch „Des Teufels Mühle“ geschrieben hat. Zusammen mit dem gleichaltrigen Cousin Jan Vobis läuten sie eine weitere Generation aus der Erbengemeinschaft ein. Mit neuen Ideen wollen sie die Teufelsmühle in die Zukunft bringen. „Aber nicht als Museum, sondern als belebtes Haus. Und das alles im Einklang mit der Natur.“ Deshalb sei auch noch eine biologische Toilettenanlage geplant.

Dem Wasser im Brunnen, aus dem die Teufelsmühle gespeist wird, habe das Landratsamt vor zwei Jahren Trinkwasserqualität bescheinigt. Und nachdem ein Architekt bestätigt habe, dass die „Statik noch lange hält“, habe sich die Erbengemeinschaft entschlossen, weiter zu investieren. Allein die Schäden des Hochwassers im Mai vergangenen Jahr beliefen sich auf 6500 Euro, zu denen das Landratsamt 1400 Euro aus dem Unwetterfonds beigesteuert habe.

Da die Erben „in alle Winde zerstreut leben“, wird für die Teufelsmühle ein Pächter gesucht. Der bisherige, Ludwig Thalheimer aus Mömbris, habe sich aus Altersgründen zurückgezogen. „Wir sind ihm sehr verbunden“, bedankt sich Ostermeier. Zugleich hofft sie, dass der „Neue“ ebenso viel Herz für das fast 110 Jahre alte Gemäuer mitbringt. Während ihr Großvater Alfred Hofmann die Teufelsmühle als ständige Gaststätte geführt hat, war sie beim bisherigen Pächter nur zeitweilig geöffnet. „Wie das der neue Pächter machen will, bleibt ihm überlassen.“ Die Familie selbst sei jedenfalls nicht bestrebt, die Teufelsmühle zu einer profitorientierten Gaststätte auszubauen.

Die plant vielmehr eine ganz andere Neuerung: Als Kooperation mit der Gemeinde soll alljährlich ein „Teufelsmühlenfest“ organisiert werden; in Anlehnung an die Feier zum 100-jährigen Jubiläum 2009. „Die Teufelsmühle ist ein wichtiger Teil unserer Ortsgeschichte“, befürwortete Bürgermeisterin Marianne Krohnen (CSU) diese Idee in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Marion Stahl

ZLE: Aus der Historie der Teufelsmühle

Die heutige Teufelsmühle war einst die mittlere von drei erstmals um 1782 erwähnten Mühlen. Auf den Grundmauern des 1892 abgerissenen Gebäudes hat der Omersbacher Schreiner Kilian Hofmann 1909 eine Jagdhütte errichtet und sie 1920 mit Sohn Alfred um ein Stockwerk erweitert. Von 1949 bis 1956 führten Alfred und seine Frau Anna die Teufelsmühle als Gaststätte und lebten hier mit den fünf Kindern (die spätere Erbengemeinschaft). Danach wurde sie immer wieder neu verpachtet. Unter andereman Karl Fischer, der im Juli 1960 von einem 25-jährigen, geistig verwirrten Mann aus Somborn erstochen wurde.

Den Namen Teufelsmühle führen viele auf die Sage vom Hahnenschrei zurück. Demnach lebte in einer der drei Mühlen ein Müller, der eine Wassermauer setzte. Kaum war sie fertig, hatte die Mauer einen langen Riss. Als der Müller rief „Soll dich doch der Teufel holen“, erschien dieser tatsächlich. Der Teufel bot dem Müller an, den Riss zu schließen – mit der Seele des Müllers als Lohn. Da er seine Seele behalten durfte, wenn der Teufel es nicht schaffen sollte, den Riss vor dem ersten Hahnenschrei zu schließen, griff des Müllers Frau zu einer List: rechtzeitig ahmte sie einen Hahnenschrei nach.

Neuer Pächter gesucht!

Zum 1.1.2019 suchen wir einen neuen Pächter für die Teufelsmühle 

Die Teufelsmühle befindet sich seit über 100 Jahren in Familienbesitz. Das heutige Haus wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von unseren Vorfahren, dem Omersbacher Schreiner Kilian Hofmann und seinem Sohn Alfred, errichtet. Wir suchen einen Pächter, der die Teufelsmühle gemeinsam mit uns erhält und ganz im Sinne unserer Familientradition ihre historischen Wurzeln genauso respektiert wie den Einklang mit der Natur. Neben handwerklichem Geschick, Naturverbundenheit und einem guten Netzwerk vor Ort suchen wir vor allem Leidenschaft und Herzblut, um sich für dieses besondere Projekt zu engagieren.

Bitte beachten Sie, dass die Teufelsmühle kein Gaststättenbetrieb ist.

Bei Interesse kontaktieren Sie uns gerne unter info@teufelsmuehle.bayern